In der Ästhetischen Medizin sind Behandlungen in der Regel nicht lebensnotwendig und auch nicht zur Erhaltung der Gesundheit erforderlich. Allerdings wird bei dieser Betrachtungsweise nicht berücksichtigt, welcher psychische Leidensdruck vorliegen kann, wenn das äussere Erscheinungsbild stark von einem idealisierten Wunschbild abweicht. Dabei sind diese gefühlten Abweichungen relativ und individuell unterschiedlich zu bewerten. Wenn gewünschte innige Freundschaften scheitern oder erst gar nicht zustande kommen, wird zuweilen das Aussehen hierfür verantwortlich gemacht.
Die Erwartungshaltung in Korrekturen und Modellierungen zur Verbesserung des äusseren Erscheinungsbildes durch ärztliche Massnahmen ist in der Regel sehr hoch.
In einigen Fällen wird diese Erwartungshaltung in medizinisch unmögliche Höhen angehoben. Wenn dann dieses in sphärischen Regionen angesiedelte Wunschbild nicht erreicht wird , dann sind die Patienten unzufrieden und neigen dazu, den behandelnden Ärzten fachliche Kompetenz abzusprechen.
Vergleichbare Fälle jenseits der Ästhetischen Medizin kommen sicherlich in allen Berufssparten vor und sind oft belastend für alle Beteiligten. Ausführliche Aufklarungsgespräche sowie auch das Aufzeigen von Alternativen kann dazu beitragen, dass die Erwartungshaltung innerhalb medizinisch realistischer Möglichkeiten angesiedelt wird. Dennoch werden diese Informationen gerne vergessen, wenn Abweichungen vom idealisierten Wunschbild auftreten.
Beispielhaft sind hierbei die Aufklärungen über mögliche Nebenwirkungen minimalinvasiver Behandlungen, bei welchen u.a. auch darauf hingewiesen wird, dass nach den minimal-invasiven Behandlungen auch Hämatome unterschiedlicher Ausprägung möglich sind. Tritt dann tatsächlich einmal ein etwas ausgeprägteres Hämatom auf, dann sind die Patienten unzufrieden und verdrängen schnell die positiven Resultate der minimal-invasiven Behandlungen. Derartige Hämatome sind zwar selten, können jedoch nicht immer vermieden werden.
medical-smoothcare empfiehlt, dass die Erwartungen an das Ergebnis minimal-invasiver Behandlungen im medizinisch realistischen Rahmen bleiben sollten. Wenn dann das Resultat diese Erwartungen übertrifft, sind die Patienten zufrieden und glücklich.